Frequently Asked Questions
Die Antworten auf die meistgestellten Fragen zum Thema "Straßenkinder in Deutschland" und zu den Arbeitsfeldern der Off Road Kids Stiftung gibt es hier.
"FAQ Off Road Kids"
Was ist Off Road Kids?
Off Road Kids ist die einzige bundesweit arbeitende Hilfsorganisation für Straßenkinder in Deutschland.
Was hat Off Road Kids bisher geleistet?
Seit 1994 hat Off Road Kids mehr als 2000 jungen Menschen aus der Obdachlosigkeit herausgeholfen. (Stand: Jahreswechsel 2010/2011)
Was macht Off Road Kids?
Die Off Road Kids Stiftung betreibt Streetwork-Stationen für Straßenkinder in Berlin, Dortmund, Hamburg und Köln, zwei Kinderheime in Bad Dürrheim im Schwarzwald, eine Beratungs-Hotline für Eltern und ein Hochschulinstitut für Erzieher/innen.
Wie wird die Streetwork finanziert?
Ausnahmslos aus Spendengeldern. Vor allem helfen Förderer wie die Vodafone Stiftung, die Deutsche Bahn, Permira, die Bausparkasse Schwäbisch Hall, Alcatel Lucent und der RED NOSE DAY (ProSiebenSat.1) und einige weitere Spender. Sonst wäre die Straßenkinderarbeit nicht möglich. Aus der Staatskasse hat Off Road Kids für die Straßensozialarbeit bisher keinen Cent erhalten, da sich weder Bund noch Länder noch Städte in der Verantwortung sehen.
Was passiert mit den Spenden?
Off Road Kids investiert die Spendeneinnahmen direkt in die operative Arbeit. Die ungeliebten Verwaltungskosten, die in einer Hilfsorganisation mit rund 30 Mitarbeitern anfallen, werden von einem Spender getragen.
Wem und wie hilft Off Road Kids?
Die sehr erfahrenen Streetworker von Off Road Kids suchen an allen sieben Wochentagen nach Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen, die von zuhause ausgerissen sind. Sie wissen, wo sich neue Ausreißer in Großstädten wie Berlin, Dortmund, Essen, Bochum, Hamburg oder Köln aufhalten. Dort sprechen sie sie direkt an. Gemeinsam mit den jungen Menschen suchen die Streetworker dann in möglichst kurzer Zeit nach der bestmöglichen Zukunftsperspektive. Dazu analysieren die Streetworker zusammen mit den Kids alle infrage kommenden Varianten innerhalb und außerhalb der Familie. Die aussichtsreichste Variante wird mit den Kids, Eltern und ggf. dem Jugendamt umgesetzt.
Werden die Straßenkinder mit Essen und Kleidern versorgt?
Nein, nur in extremen Ausnahmefällen. Bei Off Road Kids gibt es Perspektiven und keine „Punker-Fütterung“. Die Streetworker von Off Road Kids wollen nicht, dass das Straßenleben für die Kids bequemer und erträglicher wird, als zuhause zu wohnen und zur Schule zu gehen.
Wie alt sind die Kids?
Es gibt etwa gleichviele Mädchen wie Jungs auf der Straße. Die Gruppe der Mädchen ist wegen der früheren Pubertät insgesamt etwas jünger. Die Jüngsten sind 13 Jahre, was eher selten vorkommt. Die meisten Kids sind zwischen 15 und 21 Jahre alt.
Wie viele Straßenkinder gibt es?
Mindestens 300 minderjährige Ausreißer kommen jährlich in deutschen Großstädten an. Ohne die Hilfe von Off Road Kids würden sie zu Straßenkindern. Dazu kommen noch die jungen Volljährigen, deren Zahl deutlich höher liegt.
Woher kommen die Kids?
Die meisten kommen aus eher ländlichen Regionen und hatten zuhause großen Ärger. Permanente Streitereien bis hin zu Misshandlungen und Missbrauch können die Auslöser für die Flucht in eine Großstadt sein.
Ist die Kinderarmut ein Grund?
Nein. Die Streetworker treffen bis heute mehr Ausreißer an, deren Eltern ein Haus besitzen, als von der Sozialhilfe oder dem Arbeitslosengeld leben.
Was sind das für Kids? Wie stellen sie sich ihre Zukunft vor?
Meist sind es eher weiche Charaktere – auch, wenn einige äußerlich anders wirken. Immerhin haben sie sich in einer verzweifelten Situation dazu entschlossen, ihre eigene Situation zu verändern und haben nicht resigniert. Sie wünschen sich meistens nur ein ganz normales Leben mit Schule, Ausbildung und Familie – eben das, was sie bisher nicht hatten.
Wer sind die Streetworker von Off Road Kids?
Die Streetworker von Off Road Kids sind ausnahmslos erfahrene Sozialarbeiter und Pädagogen, die über entsprechende Hochschulabschlüsse verfügen. Das hohe Bildungsniveau ist zwingend nötig, da die Streetworker häufig für die kompliziertesten Jugendhilfefälle in Deutschland Lösungen erarbeiten müssen.
Wie viele Streetworker gibt es bei Off Road Kids?
In jeder der vier Streetwork-Stationen in Berlin, Dormund, Hamburg und Köln sind vier bis fünf Streetworker tätig – insgesamt also mehr als 16. Sie werden von Hochschulpraktikanten unterstützt. Bei Bedarf werden Fachleute wie Ärzte oder Juristen hinzugezogen.









