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"Ordnung ist das halbe Leben - aber eben nur das halbe"
Ich war am Samstag den 30.05.98 in Köln, weil ich einen alten Kollegen vom Kölner Bahnhof besuchen wollte. Ich bin gegen 13:15 Uhr mit dem Zug angekommen und bin dann rausgegangen zur Domplatte. Ich dachte mir als erstes, dass heute ein Fußballspiel wäre. Überall nur Polizei. Ich bin dann in die U-Bahn gegangen, um auch jemanden von meiner alten Clique wiederzusehen. Die U-Bahn war leer und keiner da.

Ich ging dann zur Hohenzollernbrücke und habe einen Freund von mir gefunden und habe mich mit ihm unterhalten. Auf einmal standen um uns ca. 10 Polizisten mit 2 Zivilwagen, 1 Sixpack und 1 Streifenwagen. Sie hatten nach unseren Ausweisen gefragt und haben uns auch noch gefilzt. Mein Kollege hatte 1,5 g Haschisch bei sich und wurde direkt verhaftet, und ich habe einen Platzverweis für die komplette linke Rheinseite bekommen (Innenstadt von Rodenkirchen bis Anfang Mühlheim). Die Polizei sagte mir, dass die meisten auf den Pollern-Wiesen wär'n. Ich bin dann auch mal dort vorbeigegangen und habe dort auch welche getroffen, und die Polizei stand wieder mal mit im Hintergrund.

Mit dieser wahren Geschichte wollte ich eigentlich nur mal demonstrieren, wie der Staat manchmal mit uns umgeht, nur weil wir auf der Straße leben, sind wir für die nur der letzte Dreck.

Sascha R.